Die kurze Antwort
Der falsche Angebotspreis. Ist er zu hoch, bleibt die Anzeige wochenlang online, Interessenten werden misstrauisch, und am Ende verkaufen Sie oft unter dem Preis, den ein realistischer Start gebracht hätte. Ist er zu niedrig, verschenken Sie Geld, das Sie nicht zurückholen. Bei einem Haus um 425.000 € kann der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Einschätzung schnell 20.000 bis 60.000 € betragen.
Warum zu hoch oft teurer ist als zu niedrig
Erfahrungsgemäß kommen die meisten Anfragen in den ersten Wochen nach der Veröffentlichung. Wer in dieser Phase zu teuer ist, verbrennt seine stärkste Zeit.
Später senken hilft weniger, als viele hoffen: Interessenten sehen, wie lange die Anzeige schon läuft, und verhandeln härter. Aus 20.000 € zu viel am Anfang werden so schnell 30.000 € weniger am Ende.
Drei weitere Fehler, die Geld kosten
Mängel verschweigen: Der Gewährleistungsausschluss greift dann nicht (§ 444 BGB), und der Käufer kann Jahre später Ansprüche stellen.
Ohne Finanzierungsnachweis zum Notar: Platzt die Finanzierung nach der Beurkundung, verlieren Sie Wochen und oft weitere Interessenten.
Die Spekulationsfrist übersehen: Ein Notartermin wenige Wochen zu früh kann eine fünfstellige Steuer auslösen.
